Die Wanderung Vol. 2

Es ist vollbracht. Die Überarbeitung der „Wanderung“ ist fertig und mal eben von 147 auf 468 Seiten verlängert. Innerhalb der nächsten 14 Tage wird das Buch bei BoD ablangbar sein. In dieser Zeitspanne ein Angebot meinerseits. Wer sich bereits die erste Version gekauft hat, bekommt von mir auf Nachfrage unter der Adresse wanderung.at.trollhaus.de oder das.at.trollhaus.de (und einem kleinen Nachweis, dass sie/er es wirklich gelesen hat 😉 ) einen Link zur PDF Datei zugesandt. Das Buch wird dann im Handel wieder EUR 9.99 kosten. Signaturen gibt es an den üblichen Hotspots und selbstverständlich auf Anfrage.

Aus dem Vorwort:

“ Fünfundzwanzig Jahre habe ich in einer Observationseinheit der Berliner Polizei zugebracht. In dieser Zeit habe ich in erster Linie nicht als Polizist beobachtet, sondern als Mensch. Denn Polizist ist nur eine Berufsbezeichnung. Ein Mensch beobachtet andere Menschen! Und dieses nicht nur innerhalb des kleinen Zeitfensters der Tatbegehung.
Es kommt zu gegenseitigen Beeinflussungen, Projektionen und Veränderungen. Das Gehirn hat einige Eigenarten, an denen wir alle nicht vorbeikommen. Da wäre der Umstand, dass unser Gehirn versucht, die Dinge stimmig zu machen.
Es benötigt kausale Zusammenhänge. Da es diese aber real oftmals nicht gibt, passieren uns Denkfehler.
Außerdem müssen wir die Dinge erfassbar, greifbar, begreifbar und messbar machen. Wir gehen gemeinsam eine Strecke, wenn wir eine in Minuten nicht erfassbare Lebenszeit miteinander verbringen. Wir gehen aufeinander zu, obwohl wir uns gegenüber sitzen. Wir kennen den Lebensweg eines Menschen. Es geht stets wieder nach oben, aber wir stürzen auch ab. Erfahrungen sind nach Konfuzius Lampen die den Weg immer nur nach hinten ausleuchten.
Es gibt unzählige Metaphern, die das zeitliche Intervall zwischen Geburt und Tod, mit einer Strecke gleichsetzen.
Ich finde dies sinnvoll. Anders dargestellt wäre ich jetzt in diesem Augenblick 18 731 Tage, kaum noch vorstellbare 449 544 Stunden, oder 26.972.697 Minuten, auf der Welt. Können Sie mit diesen Zahlen etwas anfangen? Durchschnittlich werden Männer aus meinem Geburtsjahrgang 70 Jahre. Das bedeutet, ich habe 73 % meines Lebens hinter mir. Sind Sie in Mathematik genauso schwach, wie Ich? Dann für Sie, ich bin 40 Jahre! Das war ein Spaß, ich bin 51 Jahre.

In unserer Zeit ist eine unserer größten Ängste, dass der Handyakku nicht mehr genug Ladung hat. Oben in der Anzeige steht also 27 %. Doch der Titel des Buches lautet «die Wanderung». Im Durchschnitt hatten die Pässe, die ich zusammen mit meinem Freund überschritt, 2000 Meter. Bis zum Pass meiner Lebenswanderung sind es noch 540 Höhenmeter. Ich finde, da kann ich einen Augenblick verharren, nach unten auf den bereits zurückliegenden Weg schauen und mir auch die Landschaft vor mir ansehen, die ich noch durchlaufen werde.“

„Aber ich gehe nochmals auf die spezielle Psyche des Polizisten ein. Welche Auskunft wollen Sie in einer Fernsehsendung erwarten, in der sich ein Polizist (ich vermeide ab hier dieses lästige Frau/Mann Geschreibe) zum Thema Sicherheit äußert? Natürlich wird er mit erhobenem Zeigefinger mahnen und eine klare Vorstellung von den Lösungen haben. Gleichermaßen, wird ein schreibender Polizist dazu neigen, sie zu belehren. Normaler Weise ist das in unserem Staat nicht vorgesehen. Lösungen hat die Legislative zu finden. Die Judikative richtet und die Exekutive handelt im Auftrag. Mich persönlich macht es nervös, wenn Polizisten sich in der Politik zu sehr nach vorn schieben. Andererseits wird öffentlich soviel Stuss geredet, dass es einem nicht mehr im Hintergrund hält. Das beginnt bei ganz einfachen verfassungsrechtlichen Fehlern und geht weiter bei Versprechungen, die unmöglich eingehalten werden können. Die Superlative fliegen uns nur so um die Ohren. Kohorten von Experten kommen aus allen erdenklichen Löchern gekrochen. Gewerkschaftler, die schon jahrzehntelang keinen Dienst mehr gemacht haben, erzählen irgendetwas, nur nichts von der Strassenrealität. In der rechten Ecke des Rings steht die Mannschaft «Law and Order» und in der Linken sammeln sich die üblichen Dauerbedenkenträger. Da wird mit Zahlen jongliert, die Rabulistik hat Hochkonjunktur und Propagandamaschine ächzt unter Volllast. Alle belehren und haben die Lösungen parat, oder wenigstens haben Sie schon immer gemahnt und recht gehaemmesbt.“

Was könnt Ihr noch erwarten? Im Buch ist es diesmal ein wenig bunter. Aus dem Text heraus erklärt sich manch eine Bemerkung von Emmes. Das Projekt „Die Wanderung“, wäre damit endgültig abgeschlossen. Worum es im nächsten Buch geht, erfahrt ihr am Ende der Wanderung.

Bye, Euer Trölle und natürlich schöne launische Grüße von Emmes. An alle, die ich im letzten Jahr neu kennen lernen durfte, nach der Übernachtung im Tal, kurz schütteln, den geleerten Rucksack umschnallen und zum Pass empor laufen. Am Ende ist alles nur Rock‘ n Roll und immer dran denken: „Einen verdammten Scheiß müsst ihr! Bleibt doch einfach auf Couch sitzen, ihr faulen Säcke!“

 

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