A brave new World – Jetzt!

I. These

Ich setze an dieser Stelle mal voraus, dass auf der Welt tatsächlich ein Krieg zwischen den Lagern Arm und Reich tobt. Außerdem setze ich voraus, dass es Konstrukte gibt, denen systembedingt der Fortbestand dieses Planeten vollkommen egal ist.  Sie unterliegen den im Milgram – Experiment nachgewiesenen Prozessen. Das Individuum sieht sich nicht in einer Eigenverantwortung, sondern fühlt sich einer größeren Sache gegenüber verpflichtet. Dieser Prozess beginnt unten beim kleinen Sachbearbeiter, setzt sich in die mittlere Führungsetage fort und wirkt sogar im obersten Management. Jeder Einzelne im System erkennt nicht die Wirkung seines Handelns auf den vollständigen Prozess. Letztlich eine Teilerklärung für den Holocaust. In einer Schreibstube wird eine Unterschrift für einen Transport geleistet, an anderer Stelle wird die Beschaffung von Zyankali bewilligt und der nächste genehmigt die Errichtung eines Lagers. Jeder für sich, hat daran mitgewirkt, sieht aber nicht seine Rolle.

II. These

Die mannigfaltigen wissenschaftlichen Bestrebungen  die Besiedlung eines neuen Planeten möglich zu machen, signalisiert mir, dass einige Herrschaften nicht mehr an langfristigen Fortbestand dieses Planeten glauben. Steven Hawking geht mittlerweile von ca. 100 Jahren aus. Parallel dazu, beweisen die geopolitischen Sicherungsbestrebungen der USA, CHINA und RUSSLAND, dass sie nicht im entferntesten daran interessiert sind, die Verfeuerung fossiler Brennstoffe einzustellen. Da weiterhin weltweit ausschließlich von Gewinnmaximierung die Rede ist, ist ein Richtungswechsel im Sinne einer Umverteilung nicht zu erwarten.

Bei diesem angenommenen Krieg stehen sich also eine straff organisierte Armee, angeführt von Generälen und ein wild durcheinander gewürfelter Haufen Rebellen gegenüber. Wenn sich keine Anführer für diese Rebellen finden, haben die niemals eine Chance zu gewinnen. Die anderen auch nicht, denn am Ende gehen alle gemeinsam unter.


 

Ich nehme die aktuellen Geschehnisse in NRW. Angeblich will Deutschland aus dem Kohleabbau heraus. Trotzdem vernichtet RWE mit Bulldozern den letzten Rest eines Waldes. Dem versuchen sich Bürger entgegen zu stellen. Für den General auf der anderen Seite ein zu erwartender Zug. Mit der Rückendeckung eines auf Gewinnmaximierung ausgerichteten BWL – Professors u. FDP Ministers werden die Aktivisten provoziert. Dafür gibt es die Polizei, in diesem Fall die Legionäre des Generals. Der General muss jetzt nur warten, bis die jungen Heißsporne die Nerven verlieren und genau das Richtige tun: Randale! Jetzt kann der General seine Presseverbindungsleute ins Feld schicken. Ein neues Wort wird geschaffen. Die „Kohle – Chaoten!“ Damit sind dann Menschen gemeint, die sich bei Wind und Wetter alles nur erdenkliche antun, um gegen das andere Lager zu kämpfen, aber leider Kopf- u. Führerlos. Dies ist nur ein kleines Beispiel.

Rom soll angeblich an seiner Dekadenz gescheitert sein. Ich befürchte, dies besteht uns auch bevor. Letztens sah ich eine Reportage über den Klimawandel. Dort kam auch ein unglaublich positiv auftretender freakiger kanadischer Wissenschaftler, der im „ewigen Eis“ lebt, zu Wort. Enthusiastisch zeigte er auch seine Grafiken und argumentierte mit dem Rückgang der Bleibelastung in der Umwelt. Irgendwann erkannten die Menschen, wir pumpen Zuviel  Blei in die Umwelt und dann ließen sie es einfach sein. Menschen können solche Dinge. Schön wär es ja … aber Blei ist nur Blei … und die Klimakiller sind sehr vielfältig.

Egal an welcher Stelle angesetzt wird, es endet immer an den gleichen Punkten. Der Braunkohleabbau argumentiert mit den Arbeitsplätzen und der Wirtschaft. Gleichermaßen verhalten sich die Waffenschmieden, auch die Mitarbeiter dieser Firmen wollen leben. Die Bewohner der Ski- Zirkus – Gebiete wollen leben, also stellen sie Schneekanonen auf und eröffnen ständig neue Pisten. Die Landwirte wollen ihre Miete bezahlen, also müssen die Erträge maximiert werden, dafür werden nun einmal Pestizide benötigt, die wiederum von Chemiearbeitern produziert werden. Die Menschen in Südamerika wollen auch leben, also holzen sie den Urwald ab. Jeder will leben, die einzige Option die mir weltweit hierfür bleibt, ist der vom General befohlene Raubbau. Alle Protestbewegungen, vom amerikanischen Ureinwohner, Natives aus den brasilianischen Urwäldern, US – Amerikaner, demonstrierende und randalierende Europäer, scheitern immer an einem Punkt: Es fehlt ihnen der Wille zur Macht!

Vielerorts wird von der gekauften Presse gesprochen. Meiner Erfahrung nach, ist das überhaupt nicht der Fall. Weltweit sind investigative Journalisten unterwegs und berichten. Ihre Ergebnisse können bei Arte, in Dokus und Magazinen gelesen werden, doch sie haben keine Chance gegen die propagandistisch ausgerichteten Contra – Produktionen. Wieder ist es eine Frage der Organisation.

Glyphosat!  Ein meisterlich ausgeheckter Plan! Alles stürzt sich auf den karzinogenen Aspekt des Mittels. Für zwei Riesen wie die Bayer AG und Monsanto ein Kinkerlitzchen. Ein paar Studien und die Sache ist vorläufig von Tisch. Exakt auf diese Art und Weise kämpft ein Judoka oder jemand der Sun Zi „Die Kunst des Krieges“ gelesen hat. Ich täusche an, um den Gegner vom eigentlichen Angriff abzulenken. Ob auf den paar Feldern in Deutschland etwas verteilt wird oder nicht – entspricht dem berühmten Spaten, der in China umfällt. Der weltweite Verkauf von mit Patenten belegten genmanipulierten Getreide ist da schon eine andere Hausnummer. Durch die Hintertür wird die Genmanipulation hoffähig gemacht.

Zwei Thesen, ein paar Befürchtungen … aber ich will noch weiter gehen.

Die Handlung des Romans „Eine schöne neue Welt!“ spielt im Jahr 2540. Den meisten wird die Handlung bekannt sein. Wo stehen wir 2017? Im Roman gibt es die Reservate, in denen die primitiven abgekoppelten Menschen leben. Dies dürfte in etwa der aktuellen Dritten Welt und der zukünftig mittels Grenzen abgeteilten Welt entsprechen. Wie sieht es mit der Manipulierbarkeit aus? Es ist bereits möglich Kleinkindern mittels Virtuell Reality Brillen künstliche Erinnerungen zu implementieren. Sie können später nicht mehr unterscheiden, ob sie etwas tatsächlich erlebt haben oder es ihnen vorgegaukelt wurde. Ebenso bestehen längst genetische Optionen, den Genpool ganzer Folgenerationen zu beeinflussen. Längst können genügsame debile Arbeiter (Epsilon-Minus ) erzeugt werden, während bei anderen Individuen (Alpha – Plus) andere Schalter umgelegt werden. Technisch sind längst die Möglichkeiten gegeben in Fernseher gezielte Werbungen einzuspielen. Im Film „Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ wird bitter böse persifliert, wie heute ein Krieg medial inszeniert werden kann, der gar nicht stattfindet. Ein Schelm, der dabei an George Orwells 1984 denkt. Mir ging das so bei den Demonstrationen in Bangkok. Die Pressemeldungen im hiesigen Fernsehen beunruhigten mich sehr. Dort angekommen, schaute ich mich erstaunt um. Fehlanzeige! Es gab die Auseinandersetzungen, aber in einem deutlich geringeren Ausmaß, als sie dargestellt wurden.

Aldous Huxleys neue Welt ist im Rohbau fertig. Fraglich ist, ob es noch zum kompletten Einzug kommt. Beim Lesen der Meldungen und der darunter stehenden Kommentare in den Social Media schockiert mich jeden Tag auf ein Neues die fortschreitende geistige Retardierung großer Bevölkerungsanteile. Huxley ging davon aus, dass zur Umsetzung der Vision eine Droge, er nennt sie SOMA, notwendig wäre. Ist das so? Reicht es nicht aus, eine Gesellschaft zu erschaffen, die Persönlichkeitsstörungen fördert? Chemtrailtheoretiker, Hohlerde, Hohlwelt, Flatearth, Homöopathie, religiöser Fanatismus, Scientologen und wer sich sonst noch so herumtreibt, sind auch ohne Soma entstanden. Man muss sich das mal ganz konkret vor Augen halten: Auf der einen Seite gibt es Wissenschaftler, die einen Satelliten ins All schicken und auf der anderen die genannten Kandidaten. Immerhin können die noch einiger Maßen denken, bei dem einen oder anderen Hominiden, der sich bei den Privatsendern herum treibt, bin ich mir da nicht mehr sicher.

Vielleicht ist aber auch alles vollkommen anders

Die letzte Rettung kann immer nur der Optimismus sein. Ich halte weiter Ausschau nach einem Typen, der Ford Prefect heißt und per Anhalter in der Galaxis unterwegs ist. Wer weiß, vielleicht wusste der geniale Douglas Adams mehr und die Erde ist tatsächlich ein riesiger Computer, der am Ende die Antwort „42“ erläutert. In einem bin ich mir sicher, der Kampf gegen die Unvernunft, die von Konzernen und den Anhängern der Religion „Geld“ ausgeht, ist nicht zu gewinnen. Da bin ich bei Charles Bukowski: „Einen Grabstein für den ganzen Schlamassel und darauf gehört die Inschrift: Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu.“

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