Freiheit will gelernt sein …

Es ist ein wunderschöner sonniger Tag. Ich habe das Privileg in einen Garten gehen zu können, in dem ich die Natur genießen kann. Eines von vielen, wenn ich ehrlich bin. Im Freien zu sitzen, kann durchaus unangenehmere Gründe haben. Da liegt der Unterschied: Ich habe eine Wahl! Sich zwischen mehreren Sachen entscheiden zu können, wird im Allgemeinen Freiheit genannt. Über diese Freiheit, ein schnell ausgesprochenes Wort, habe ich in den letzten zwei Jahren viel nachgedacht. Freies Land, freie Wahlen, Freiheit des Individuums, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, an allen Ecken und Enden begegnet uns die Freiheit.

Was nützt einem das alles, wenn man sich selbst einsperrt oder einsperren lässt? Sich Grenzen setzt, Verpflichtungen eingeht, oder sie gar im vollen Bewusstsein aufgibt. Hinzu kommt der Umstand, dass die Niederschrift eines Gesetzes noch lange nicht bedeutet, dass ich diese Freiheiten tatsächlich habe. Welche Rechte und eventuell daraus resultierende Pflichten hat ein freier Mensch eigentlich?

Gern zitiert wird in diesem Zusammenhang: Die Freiheit eines Menschen endet dort, wo er die Freiheit eines anderen verletzt. Das klingt edel und sehr weise, hat aber meiner Meinung nach seine Tücken. Nicht wenige Menschen beanspruchen überdimensionierte Freiräume, soll ich an diesen überzogenen Grenzen halt machen? Ich bin ein wenig auf die Suche gegangen, welche Rechte einem gesunden Erwachsenen zuzubilligen sind. Vieles fand ich bei Rupert Lay.

Eine sittliche Bewertung der Gedanken, Vorstellungen, Wünsche, Interessen, Erwartungen, steht ausschließlich einem selbst zu, vorausgesetzt man ist dazu bereit die sich daraus ergebenden Handlungen zu verantworten. Im Umkehrschluss steht es einem nicht zu, dies bei einem anderen zu tun. Wie immer, erscheint mir die Inanspruchnahme ziemlich einfach, es bei anderen Menschen zu unterlassen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Die Kommentare bei Facebook und Twitter sind voll von sittlichen Bewertungen.

Einem freien Menschen steht es zu, sich für eine Handlung nicht zu rechtfertigen oder sich für irgendetwas zu entschuldigen. Ich habe mal bei mir und anderen darauf geachtet, für welchen Blödsinn man sich den lieben langen Tag entschuldigt bzw. recht- fertigt. Anfangs hielt ich es für banal, doch nach einiger Zeit begriff ich, dass da eine ganze Geisteshaltung hinten dran hängt. Besonders gut lässt sich das ermitteln, wenn man die Floskel unterlässt.

Schon beinahe prekär ist das Recht, seine eigenen Angelegenheiten für wichtig zu halten, insbesondere wenn sie in Konkurrenz zu anderen Menschen oder Institutionen stehen. Gerade in sozialen Berufen und auch in der Polizei, ist das nicht einfach. Gemeint ist damit weniger Egoismus, sondern die eigenen Grenzen festzulegen. Traumatisierte Polizisten, Feuerwehrleute, Soldaten, haben damit eklatante Probleme. Die emotionalen Grenzen werden immer enger, bis nur noch ein rudimentärer Kernbereich übrig bleibt. Nahezu jede/r mir bekannte Polizist/in schüttelt den Kopf über die Problemchen der Umwelt. Dabei wäre es durchaus wichtig, selbst mal solche Problemchen zu leben und die eigenen Rechte wieder einzufordern. Klar und deutlich schon viel früher als gewohnt Stopp oder Nein zu sagen. Ich persönlich kann dazu nur raten, denn ich habe es nicht getan und habe die Quittung bekommen. Jeder in diesem Beruf sollte sich hinterfragen, ob es einen Sinn ergibt, das Leben überproportional einem abstrakten Konstrukt „der Behörde“ oder der „Gesellschaft“ zu opfern.

Ich schreibe dies, weil ich mittlerweile weiß, dass dieser BLOG auch von Leuten gelesen wird, die mächtig mit diesen Themen zu kämpfen haben. Wer sich ständig dabei selbst erwischt, dass er die Probleme, Befindlichkeiten, Emotionen anderer jenseits des Berufs nicht nachvollziehen kann, sie eventuell sogar innerlich Aggressionen erzeugen, sollte sich selbst mal auf den Prüfstein legen – vielleicht geht da etwas in die falsche Richtung. Es ist wichtig, das ICH zu behalten und es für wertvoll zu befinden.

Konrad Adenauer soll gesagt haben: „Was interessiert mich mein Gewäsch von gestern!“ Jeder darf seine Meinung ohne die Nennung eines Grundes ändern. An sich ergibt sich dies schon aus einer gewissen Logik heraus. Meine Meinung bilde ich mir anhand der Dinge, die ich jetzt weiß. Am nächsten Tag kann die Welt vollkommen anders aussehen. Wieder eine Sache, die simpel anmutet, doch offensichtlich hoch kompliziert ist. Sei es nun der Vorwurf an einen Politiker, der ein Jahr zuvor etwas anderes von sich gab, oder der Lebenspartner, welcher sich nach einer Woche anders entschließt. Es geht nicht um einen Zwang, keine Erklärung abzugeben, wichtig ist: Es ist legitim, dies nicht zu tun. Mehrfach schallte mir in den zurückliegenden zwei Jahren entgegen: Trölle, Du warst doch auch dabei, wie kannst Du heute eine andere Meinung haben? Ich habe eine … und an der einen oder anderen Stelle verspüre ich kein Bedürfnis, diesen Meinungswechsel zu erläutern. Das gleiche Prinzip gilt selbstverständlich auch für Entscheidungen.

Unter der Voraussetzung, dass ich bereit bin, die Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen, darf ich alle Fehler dieser Welt machen und muss mich nicht schuldig fühlen. Ob etwas ein Fehler war, stellt sich ohnehin meist erst Jahre später heraus. Oftmals lässt es sich überhaupt nicht ermitteln, denn wer weiß mit Sicherheit, wie sich die Sache mit einer anderen Entscheidung entwickelt hätte? In meinem Beruf, im Besonderen innerhalb der Berliner Polizeibehörde existiert eine nahezu unterirdische Fehlerkultur. Vielleicht hat das etwas mit einer Formulierung zu tun. Beamte kennen den Dienstherren und Vater Staat als Arbeitgeber. Beide Begriffe deuten auf Autoritäten hin, die einerseits eine Fürsorgepflicht haben, andererseits aber auch bestrafen bzw. disziplinieren. Dies schickt diverse Menschen auf den direkten Weg in die Regression. Kommt es bei der Entscheidung eines Polizisten zu einem Schaden, wird meistens gleichzeitig die Politik oder die Gesellschaft berührt. Schadensereignisse sind in unserer Assekuranzgesellschaft für den Bürger ein Gräuel und versetzen den Politiker bezüglich seiner Wiederwahl in Angst und Schrecken.

Ein perfektes Beispiel hierfür sind die Geschehnisse rund um den Anschlag am Breitscheidplatz. Ein gestandenes Mitglied des Höheren Dienstes der Berliner Polizei muss sich vor den Angehörigen der Opfer mit der Aussage rechtfertigen, dass es ein Fehler war, die Observation des zukünftigen Attentäters AMRI abzubrechen. Fakt ist, dass er bzw. seine Mitarbeiter sich entscheiden mussten, wen sie Obervieren lassen wollen .Es ist davon auszugehen, dass sie sich nicht für einen harmlosen Rosenverkäufer entschieden, sondern einen anderen potenziell gefährlichen Islamisten. Ist das ein Fehler?

Was da bei den Untersuchungen passiert, findet im Kleinen jeden Tag statt. Die Folgen sind, dass entweder gar keine Entscheidungen mehr getroffen werden oder mit allen nur erdenklichen Tricks vertuscht wird. Intern nennt sich dieses Verhalten: „Arsch an die Wand kriegen!“ Jeder Polizist kennt den Effekt bei Großeinsätzen, bei dem Einheiten vollkommen sinnlos in Reserve gehalten werden. Längst sind die letzten Demonstranten müde ach Hause gegangen, aber es könnte ja doch noch etwas passieren, mit dem niemand rechnen kann. In dieser Situation bedarf es einen Polizeiführer mit Kreuz, der das Ende beschließt. Doch wer sollte das tun, wenn er weiß, dass er im Falle eines Falles selbst noch für das Undenkbare verantwortlich gemacht wird. Über die weiteren Folgen bezüglich des Sicherheitsanspruchs meiner Zeitgenossen, habe ich mich schon mehrfach geäußert. Hier nur noch einmal die Feststellung, zu Gunsten der vermeintlichen Sicherheit geben eine Vielzahl Menschen ihre Freiheit auf.

Jeder darf und kann die Antwort auf eine Frage verweigern, wenn sie aus reiner Neugierde gestellt wird und nicht in einem kausalen Zusammenhang mit einem Entscheidungsprozess steht. Kommunikationswissenschaftler gehen davon aus, dass 50 % der Fragen, die innerhalb der Arbeitszeit gestellt werden, den privaten Bereich berühren. Seltsamerweise geben die meisten Menschen alles nur Erdenkliche auf eine Frage hin preis. Wenn nicht beim ersten Mal, spätestens beim dritten Mal halten sie den Druck nicht mehr aus. In Verhandlungen geschulte Leute nutzen gern diesen Trick. In meinen Dienstbereichen war das stets eine Gratwanderung. Dennoch muss ich im Nachhinein feststellen, dass einen Kommissariatsleiter in der normalen Sachbearbeitung mein Privatleben wenig anzugehen hat.

In einem Einsatzteam liegt der Fall anders. Die Gruppe wird mit allen Vor – und Nachteilen zur zweiten Familie. Kritisch wird es, wenn diese an zweiter Stelle stehende auf Platz Eins gerät. Eben dieses passiert regelmäßig, wenn die Überstunden und Unplanbarkeiten überhandnehmen. In Folge davon übernimmt der Dienstherr quasi via Überstunden das komplette Privatleben des Beamten. Dies hat weitreichende Auswirkungen. Einer der gefährlichsten Prozesse bei Teams ist das Groupthinking bei dem gleichzeitig eine übergeordnete Gruppenmoral entsteht. Entscheidungen, Meinungen und Verhaltensweisen werden, solange sie konform zur Gruppe sind, nicht mehr kritisch betrachtet.

Auf diversen Berliner Polizeidienststellen sind die Beamten durch die Arbeitszeitmodelle, die Anzahl der Stunden und die Unregelmäßigkeit sozial isoliert. Woher soll dann eine Verbindung zur Gesellschaft und vor allem eine externe Kritik kommen? Mit Freiheit des Individuums hat das alles nichts mehr zu tun. Mal abgesehen von den Auswirkungen auf den Beamten, kann die Gesellschaft ebenfalls kein Interesse daran haben.

Innerhalb der kurzen Zeit, in der ich mich zum Seminartrainer für Kommunikation und Konfliktlösung fortbildete, wurde in den Kursen mit den Teilnehmern eine Übung durchgeführt. Angehende Vorgesetzte sollten ein problemlösendes Mitarbeitergespräch führen. Die Auswertungen der Gespräche zeigten auf, dass nahezu alle „Vorgesetzten“, dem Mitarbeiter Lösungsvorschläge unterbreiteten, die ihren Vorstellungen und Fähigkeiten entsprachen. Sie waren nicht in der Lage, sich in die Person des Mitarbeiters zu versetzen und seine speziellen Voraussetzungen auszunutzen. Ein freier Mensch hat aber das Recht, Lösungen eines anderen abzulehnen, seien sie noch so logisch und nachvollziehbar. Alles andere läuft auf ein Ober – und Unterordnungsverhältnis hinaus. Selbstverständlich kann ich bestimmen, wie meine Angestellten eine Sache anzugehen haben – aber nur, wenn es sich um meine Firma und mein Geld handelt. Bei Polizisten ist das regelmäßig nicht der Fall. Im Grunde genommen hat die Gesellschaft als Auftraggeber einen Anspruch darauf, dass die Fähigkeiten des Einzelnen maximal ausgenutzt werden. Letztlich war das einst die Idee des Beamten auf Lebenszeit. Er/Sie sollte frei sein, um die beste Entscheidung treffen zu können, ohne damit in eine Existenzkrise zu geraten.

Die genannten Rechte eines freien Menschen sind nicht abschließend. Selbstverständlich berücksichtige ich, dass Freiheiten durch eine sogenannte fremdbestimmte Arbeit bedingte Einschränkungen zur Folge haben. Es bedarf aber eines Gegengewichts. Manche Psychologen und Soziologen kritisieren die Abspaltung des Privatlebens vom Berufsleben. Meiner Auffassung nach, stellen sie vollkommen richtig fest, dass der Mensch an sich danach strebt, etwas zu gestalten. Idealerweise macht er dies zu seinem Beruf. Eine scharfe Trennung zwischen Berufsleben und dem privaten Dasein bewerten sie als innere Kündigung. Mir fallen spontan zig Arbeitsfelder in der modernen Zeit ein, wo man schon sehr speziell sein muss, wenn man sich mit seiner Tätigkeit identifizieren will. In der Berliner Polizei frisst sich diese sogenannte „Innere Kündigung“, wie ein Krebsgeschwür durch die Dienststellen. Ein Grund ist meiner Meinung nach, u.a. auch die mangelnde Akzeptanz der Rechte eines freien Menschen.

Eine Frage, die ich hier stelle, jedoch die Antwort offenlasse, bezieht sich auf die grundsätzliche Struktur bzw. der Funktionen des Beamtentums und des Polizisten. Kann es für sie überhaupt Freiheit geben? Ist nicht die Aufgabe persönlicher Freiheiten der systemimmanente Preis, der beim Eintritt in eine Behördenhierarchie gezahlt wird? Wenn das der Fall sein sollte, fände ich es fair, dieses Berufsanfängern bereits am Beginn ihrer Karriere zu sagen. Bisher kenne ich ausschließlich andere Betrachtungen, die in der Ausbildung meiner Kenntnis nach an die zukünftigen Polizisten weitergereicht werden. Freiheit ist wie beschrieben der Zustand, den ich aus freien Stücken heraus, aufgeben kann.

Faktisch ist die Polizei als Exekutive die ausführende Hand der Legislative. Letztere bestimmt, was, wann, wie in welcher Form geregelt, sanktioniert oder zugelassen wird. Immer mal wieder gibt es Polizeiführer, die innerhalb von Grauzonen agieren. Wenn sie beispielsweise behaupten, der Einsatz ist nicht durchführbar, obwohl er unter Umständen doch zu regeln wäre, kann dieses durchaus eine persönliche politische Entscheidung sein. Gern gesehen und gehört wird das seitens der Legislative nicht. Meistens finden sich Wege, diesen Polizeiführer seiner Aufgaben zu entbinden. Naturgemäß werden diese Führungskräfte immer weniger. Die einen werden das positiv bewerten, andere werden es kritisch sehen.

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass eine Maßnahme, wenn sie sich im rechtlichen Rahmen des Grundgesetzes bewegt, auszuführen ist. In der Realität ist das nicht einfach zu beurteilen. Zum Beispiel wurde populistisch über den kürzlichen Versuch einer Abschiebung eines Togolesen diskutiert. Rein gesetzlich gibt es da einige Klippen. Im Rechtsstaat ist der Widerstand gegen eine unrechtmäßige Maßnahme nebenbei durchaus zulässig. Das könnte noch eine interessante Gerichtsverhandlung geben. Und Politiker der beauftragenden Legislative, die von einem Gastrecht sprechen, während es sich tatsächlich um internationales Asylrecht handelt, machen es nicht besser, sondern präzisieren das Problem. Ich habe ein wenig die Diskussionen innerhalb der Polizei verfolgt. Insbesondere die Äußerungen bezüglich des Statements einer Politikerin der „Linken“ weckten mein Interesse. Von einer kritischen Reflexion fehlt jede Spur. Das Problem dahinter, ist nicht der Einsatz und der Misserfolg. Etwas genauer betrachtet, gibt es zwei Opfer der Legislative. Das eine sind die Flüchtlinge, die sich in einer Lage befinden, in der Aggressionen und Fehlverhalten wie in einem Brutkasten gezüchtet werden. Das andere Opfer ist Polizei, die ständig mit der aufgehenden Saat konfrontiert wird. Hätten die diskutierenden empörten Beamten eine Chance, ein wenig Abstand zum Geschehen zu haben, äußerte sich einige anders. Die Einsatzlage „Heim“ ist nicht neu. Die gab es früher in den Heimen mit DDR Flüchtlingen, und vermehrt in den Unterbringungen der Flüchtlinge des Jugoslawienkriegs ebenso. Rein persönlich gehe ich sogar davon aus, dass die Bewaffnung der damaligen Kriegsflüchtlinge deutlich besser war, als heute. Wir wurden ständig auf der Suche nach Handfeuerwaffen und automatischen Waffen fündig. Jedem war klar, wenn wir da reingehen, wird es unangenehm. Nicht weil die Menschen anders sind, sondern eben weil es Menschen sind. Aktuell sind immer noch im kriminellen Milieu Waffen aus dieser Zeit käuflich. Und auch der „geordnete Rückzug“ mit anschließenden Besuch in Begleitung der Kavallerie ist ein alter Hut. Allerdings gab es einen heftigen Rüffel für den Versuch eines Alleingangs. Nachträglich betrachtet, waren wir doof. Wir hätten die Schuld einfach auf die Flüchtlinge schieben u. ein paar Pressevertreter impfen sollen. Andere Zeiten! Damals durfte man nicht alles auf die „armen Wichte“ im Heim schieben, sondern musste sich selbst verantworten.

Zur Zeit läuft es aber darauf hinaus, dass zwei scharf gemachte Hunde aufeinandergehetzt werden. Ein alter hartgesottener Weggefährte von mir, der über jeden Zweifel erhaben ist, ein zartbesaiteter Polizist zu sein, sagte letztens zu mir: „Trölle, viele sehen nur noch schwarz oder weiß, die Grautöne verschwinden immer mehr.“

Freiheit ist auch die Freiheit des Denkens. Wirklich frei zu denken, ist nicht einfach und bedarf einiger Voraussetzungen. Bisweilen schaffen es andere, im Kopf unsichtbare Mauern zu erzeugen, die das Denken kanalisieren. Dann ist es „Essig“ mit dem Vermögen die Freiheit zu nutzen, mir wurden nach und nach die Fähigkeiten weggenommen. Freiheit ist nicht alleinig etwas, was mir gegeben wird, sondern ich muss sie auch zu nutzen wissen. Was nützt es mir, wenn mir jemand ein Auto hinstellt, wenn ich nicht weiß, wie ich es fahren soll. Es steht mir nicht zu, die Meinungen anderer zu bewerten, jedenfalls nicht ernsthaft, ich erlaube mir aber Fragen. Sind wirklich noch alle frei im Kopf oder werden immer mehr Leute im Denken geleitet? Lehren wir überhaupt noch freies Denken oder wird nicht vielmehr das Interesse verfolgt, es abzuschaffen? Nicht durch ein Verbot, das wäre ungeschickt, sondern durch das Kappen des Potenzials.

Ich freue mich schon …

 

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2 Kommentare zu „Freiheit will gelernt sein …“

  1. Freiheit will gelernt sein..
    Ich persönlich bezweifle erst mal grundsätzlich die Fähigkeit des Menschen dazu und nehme es mit den Worten von Manfred Hinrich „Ein bequemes Bewusstsein lässt sich von jedem Sein bestimmen“

    Ach wieviel einfacher haben es die Menschen da mit einem besonders bequemen Bewusstsein 😉
    Aber auch langweiliger!

    Trotzdem scheinen einige immer wieder aufzuwachen oder besser wachgerüttelt zu werden.
    Vor Jahren traf ich zufällig einen Kollegen. Als ich mich verabschiedete, da das grün/weiße Auto es wieder mal eilig hatte, fragte ich noch was er jetzt so mache? Seine Worte höre ich noch heute, beim Verein sei er nicht mehr, er habe erkannt: „Weniger ist manchmal mehr“.

    Meinem ehemaligen Kollegen wünsche ich (hoffentlich ohne allzu ernsthafte Probleme) bei seinem Austritt aus dem „Hamsterrad“ und seiner Reise durch das Leben Alles Gute.

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