Einsatzlage Klima …

Stets und ständig wird vom subjektiven Sicherheitsgefühl gesprochen. Ich persönlich habe schlicht keins. Jedenfalls keins im herkömmlichen Sinne. Mich auf eine von anderen erzeugte Sicherheit zu verlassen ist nicht mein Ding. Im wesentlichen traue ich grundsätzlich jedem alles zu. Alles, was ich ausschließe, ergibt sich daraus, dass ich jemanden die persönlichen Fähigkeiten abspreche. Wie mehrfach geschrieben lautet eine meiner Grundregeln: Menschen machen immer genau das, was man zulässt und sie können.

In den vergangenen Tagen habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie es dazu kommen konnte, dass sich ausgerechnet Polizisten und Soldaten der AfD zuwenden. Ich dachte mir, dass ich auf jeden Fall zu der Personengruppe gehöre, die sich ansatzweise in dieses Denken hinein versetzen kann. Während dieser Überlegungen stolperte ich über einen Tweet.

Friedrich Merz, eine mir äußerst unsympathische Figur in der Politik sagte kürzlich bei Maischberger und ließ es sich nicht nehmen, dies auch bei Twitter zu posten:

Friedrich Merz, im Gespräch mit Maischberger

Enkelkinder habe ich keine, aber immerhin Töchter, die sich in einem Alter befinden, welches sie zu denen macht, die sich mit den Fehlern meiner und den Generationen davor auseinander setzen müssen. Und an dieser Stelle setzt ausnahmsweise mal mein subjektives Sicherheitsgefühl ein oder besser gesagt, es setzt aus. Ich drücke es mal sehr deutlich aus. Mein erster Gedankengang beim Lesen des Tweets war: „Was für ein verdammtes mieses A …!“

Er und seine Kumpane gehören zu den Kandidaten, die sich innerhalb dieses bestehenden Systems ganz nach Oben lanciert haben. Alles was er und seine Mitstreiter in den Spitzen der CDU, FDP und auch in der SPD von sich gaben, diente der Macht, einem hierarchisch gegliederten globalen Gesellschaftssystem, dem Bedienen der menschlichen Gier, dem abartigen unbegrenzten Trieb nach Wachstum und dem Wahnsinn, dass der Mensch die Natur zum Untertan machen könne.

Beim weiteren Lesen wurde mir eine Meldung der Süddeutschen Zeitung eingeblendet:

Screenshot Süddeutsche Zeitung, 20.06.2019, 19:55 Uhr

Im Artikel wird auf die brisante Entwicklung nach neuesten Stand der Forschung hingewiesen.

… Die Forscher schreiben, dass in den betroffenen Regionen, der gefrorene Permafrostboden nur durch eine dünne Vegetations- und Humusschicht vor sommerlicher Hitze geschützt wird, und der Boden sich deshalb wahrscheinlich besonders schnell erwärmt. Durch den Klimawandel würden zudem Hitzewellen wie in den vergangenen Jahren noch häufiger, was dazu führen könnte, dass sich das Abtauen weiter beschleunigt.

Etwa ein Viertel der Landfläche der Nordhalbkugel ist dauerhaft gefroren. Das ändert sich rasant.

Bedrohlich
wird die große Schmelze durch riesige Mengen von Treibhausgasen, die aus dem tauenden Boden in die Atmosphäre gelangen und die Erderwärmung zusätzlich anheizen. Etwa ein Viertel der Landfläche der nördlichen Hemisphäre ist dauerhaft gefroren. Grob geschätzt ruht dort im Untergrund etwa doppelt soviel Kohlenstoff, wie in der Atmosphäre enthalten ist. Taut der Boden auf, zersetzen Mikroben die Biomasse wobei Kohlendioxid und Methan entstehen, das noch wesentlich stärker zur Erwärmung beiträgt als CO₂.

Quelle: SZ, Erderwärmung ,Wie im Sommer 2090, Juni 2019, 16:07 Uhr

Und was bekomme ich als Werbung (siehe Screenshot) eingeblendet? Luxus Karossen! Statussymbole der Macht! Wenn ich erfolgreich und genug strebsam bin, werde ich mir eine große schwarze Karre von Daimler Benz leisten können.


Mit Sicherheit ist der 2004 produzierte Katastrophenfilm „The Day after Tommorow“, nicht das realistischste Szenario. Dennoch greift der Film die Grundstimmung auf. Niemand reagiert wirklich und mit Ernsthaftigkeit, bevor nicht alles komplett an die Wand gefahren ist. Im Film passiert etwas, was ich als kompletter Laie seit längerer Zeit befürchte. Die Szenarien der Wissenschaftler beruhen auf den Erkenntnissen, die sie als sicher annehmen können. Sich gegenseitig potenzierende Effekte sind für nüchterne Wissenschaftler schwer zu implementieren. Ich kenne das aus Polizeieinsätzen: Und dann lief irgendwie alles aus dem Ruder und wir hatten es nicht mehr unter Kontrolle.

Für einen Führungsstab bei der Polizei oder auch beim Militär ist es ein Horror, wenn man ständig auf Ereignisse reagieren muss, statt durch sogenanntes taktisches „Vorauswissen“ zu besitzen und sich mit ausreichenden Einsatzkräften, Material und Positionen vorbereiten zu können. Deshalb ist die Aufklärung, eine besonnene Lagebeurteilung und eine ständiger Informationsfluss das A und O.

„Jeder Polizeiführer muss stets um Informationen bemüht sein; er hat sich dazu aller ihm rechtmäßig zugänglichen Informationsquellen zu bedienen. Informationen müssen rasch und umfassend beschafft werden, um sie wirksam in Entscheidungen umsetzen zu können. Davon ist im hohem Maße der Erfolg des Einsatzes abhängig. … „

In so einem Führungsstab beraten Fachleute aller Couleur den verantwortlichen Einsatzleiter. Es wird immer einen Part geben, der jede Menge Bedenken äußert und auch auf die politische Außenwirkungen hinweisen wird, die meistens den notwendig zu ergreifenden Maßnahmen entgegen stehen. Auch dies ist im erwähnten Film zu sehen. Irgendwann muss der Einsatzleiter sich entscheiden. Entweder er wählt den Weg der politischen Korrektheit, die er einem Politiker und Untersuchungsausschuss verkaufen kann oder er entscheidet sich für einen unbequemen, aber effizienten rationalen Lösungsweg, der zum Einsatzerfolg führt.

Aus meiner Sicht passiert genau jenes in der Politik. Es gibt einen Einsatz, Einsatzleiter und Berater. Die kalt kalkulierenden Fachleute schlagen unpopuläre, politisch beim Wähler unverkäufliche Maßnahmen vor, während die politischen Bedenkenträger auf Wahlen und Machtverhältnisse hinweisen.

Leider haben die verantwortlichen Einsatzleiter keinen Mumm und biedern sich dem kollektiven Irrsinn des Wahlvolks an. Damit wird der Einsatz komplett den Bach herunter gehen.

Ein guter Einsatzleiter zeichnet sich dadurch aus, dass er seinen Fachleuten vertraut, sie miteinander koordiniert und am Ende das geballte Wissen zu einer Entscheidung zusammen ballt, die dann auch konsequent umgesetzt wird. Insofern sich keine gravierenden Abweichungen ergeben, ist von einer einmal getroffenen Entscheidung nicht zurückzutreten.


Was ist los mit den Polizisten, die sich in der AfD engagieren?

In der AfD treiben sich peinlicherweise einige Polizisten und Bundeswehrangehörige herum. Ganz unerklärlich ist mir dies nicht. Wir kommen aus einem Stall und ich kann das Denken bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Grundsätzlich kommen wir gemeinsam zum Ergebnis: Wenn die so weiter machen, wird es übel, noch übler, denn es ohnehin schon wird. OK! Die Geister scheiden sich bei der Beurteilung dessen, wie das „Übel“ eigentlich aussieht.

Relativ neutral betrachtet, gehen auch sie von einer Veränderung des Klimas aus und kommen zum Ergebnis, dass dies seine gesellschaftlichen Folgen haben wird. Katastrophenszenarien hat jeder Polizist und Soldat im Kopf – dafür wurde sie/er schließlich ausgebildet. Fraglich ist die Möglichkeit den Wandel noch abzuwenden bzw. die Option, den Prozess zu verlangsamen. Es steht und fällt mit der Betrachtung: Menschlich verursacht oder nicht.

Im persönlichen Gespräch würde ich die Frage stellen: „Was genau hält Dich davon ab, den Aufklärungsergebnissen unserer entsandten Spezialisten (Naturwissenschaftler) zu misstrauen? Warum hörst Du lieber intellektuell unterbelichteten Menschen zu? Was ist da los bei Dir? Im Einsatz würden wir auch nicht auf die Worte eines Haufens von BWL Studenten hören, die mal eben durch Kreuzberg spaziert sind.“

Die daraus resultierende Frage ist: Haben wir noch eine Chance den Prozess abzuwenden und was müssen wir dafür tun? Es ist sieht so aus – ich glaube dem Aufklärungsergebnis -, dass wir zu drastischen Maßnahmen greifen müssen und uns zum Überleben unserer Spezies von Errungenschaften des 20. Jahrhunderts verabschieden müssten. An der Stelle wird es schwierig. Es entspricht nicht dem instinktiven Verhalten des Menschen etwas abzugeben, was er einmal in den Händen hat. Die Vernunft ist arg begrenzt. Ein Umstand, der jedem Polizisten oder Soldaten hinreichend bekannt sein dürfte.

Bei jedem Einsatz ergibt sich auch die Frage nach der „Umsetzbarkeit“ einer Maßnahme. Die Angesprochenen, welche sich der AfD zugewandt haben, ersehen es als möglich, mit Grenzsicherungen – national oder europäisch – das Betreten von flüchtenden Personen (ich habe die Formulierung sehr bewusst gewählt) zu verhindern.

Das entspräche einer Absperrung mit Freigabe des Schusswaffengebrauch ggü. einer Menschenmenge. Mal abgesehen davon, dass das ethisch ziemlich verwerflich ist, wird es nicht funktionieren.

Ich bleibe mal auf dieser Ebene. Jeder Taktiker weiß, dass ich solche Maßnahmen im Hinterland verkaufen muss. Die USA verstehen sich meisterlich darauf. Gauland hat dies trefflich mit Bildern, die die Bevölkerung aushalten muss, beschrieben. Am Beginn des 21. Jahrhunderts wird sich das mit der deutschen Gesellschaft auf Dauer nicht mehr umsetzen lassen.

Gauland und Seehofer sind dabei Brüder im Geiste. Nur, dass der eine von beiden ehrlicher mit seinen Gedanken umgeht. Die Einrichtung von Lagern in Lybien, die Kriminalisierung von Besatzungen auf den Rettungsschiffen und die „Internierung“ von Flüchtlingen, ist nichts anderes. Ein weiterer im Bunde ist für mich ein Christian Lindner, der Menschen die freie Wahl eines Aufenthaltsorts auf dem Planeten absprechen will. Umgangssprachlich formuliert sagt er: „Verreckt gefälligst, da wo ihr geboren wurdet und gefährdet nicht unseren Wohlstand.“

Immanuel Kant sagt dazu: „Niemand habe an einem Ort der Erde zu sein, mehr Recht als der andere.“

Auch die Sichtweise eines Lindner ist nicht verwunderlich. Ein aus welchen Gründen auch immer Geflüchteter, auch wenn er z.B. mit weiser Voraussicht sein Geburtsland verlassen hat, ist keinesfalls immer ein Leistungsträger, wie er seitens der Liberalen eingefordert wird, sondern in erster Linie ein lebendiges Wesen und darüber hinaus auch noch Mitglied der eigenen Spezies. Ich würde Lindner fragen, ob er seine Worte auch an die lange vor 1933 geflüchteten Deutschen gerichtet hätte, die eine Entwicklung voraus sahen, die allgemein nicht akzeptiert wurde. Das perfide an den Liberalen ist für mich der Umstand, dass die Konsequenz ihres Denkens permanent destabilisierte Menschen entstehen lässt, die sie dann nicht mehr haben wollen. Ich stelle mir vor, dass ich einem Nachbarn das Holz zum Heizen klaue und ich ihn dann im Winter nur bei mir hineinlasse, wenn er mit abgefrorenen Fingern meinen Hausputz macht.


Doch ich komme nochmals auf die polizeiliche bzw. militärische Denkstruktur zurück.

Viel zu schnell wird meiner Meinung nach mit den Worten unmenschlich, zynisch oder menschenverachtend agiert. Die Praxis, wie einer denkt, wird erlernt. Ich will dies an einer Fabel verdeutlichen.

Im Sommer sammeln die Tiere eines Waldes, bis auf ein Schmetterling, Vorräte für den Winter. Als dieser kommt, fliegt der Schmetterling von Behausung zu Behausung und begehrt Schutz vor der Kälte. Die Mehrzahl der Tiere antwortet: „Du hast den ganzen Sommer nichts anderes gemacht, als im Wind zu tanzen und in der Sonne zu sitzen. Tanz Dich doch warm, ich habe im Gegensatz zu Dir gearbeitet.“ Bis er an die Behausung einer Wohngemeinschaft von Dachsen kommt. Die lassen ihn mit den Worten hinein: „Du hast im Sommer die Sonne genossen und den warmen Wind gespürt. Erzähle uns in den kommenden dunklen Tagen davon, damit wir ein wenig Unterhaltung haben.“

Eigentlich handelt es sich um zwei Fabeln. Die einen verweisen auf die Logik der „harten“ Tiere und andere Erzähler bevorzugen die Sicht der Dachse. Die Mehrheit der Deutschen billigt via Wahlverhalten die Produktion von Waffen, die bei kriegerischen Handlungen die Verstümmlung (Webseite über Streumunition und Landminen) des Gegners zum Ziel haben. Trotz Verlusten, erzielte die CDU erneut bei der letzten BTW und Europa Wahl eine Mehrheit und damit auch die Taktik, Flüchtlinge zur Abschreckung im Mittelmeer ertrinken zu lassen. Dies ist ein militärisch, d.h. das Ergebnis einer klaren Abspaltung von Emotionen zu Gunsten einer rationalen taktischen Erwägung, geprägtes Denkmuster, dem CDU/CSU/FDP/SPD Wähler mit ihrem Kreuz zustimmen.

Ich persönlich kann nicht erkennen, warum ich die AfD wegen ungeschickter, provokativer Argumentation und mangelnder Eloquenz anprangern soll, wenn die anderen sich auf dem gleichen Parkett bewegen, es aber geschickter begründen. Ich erinnere an das Seehofer Zitat: „Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren – bis zur letzten Patrone“.

Ein weiterer Punkt, der von den ehemaligen Kollegen angeführt wird, ist das kriminelle Verhalten einiger Personen. OK! Es gibt sie! Das kann nicht bestritten werden. Ebenso wenig kann die fortschreitende Radikalisierung in der Gesellschaft hinweg diskutiert werden. Polizisten fragen in der Regel nicht, warum eine/r so geworden ist, wie sie/er ist. Sie beschäftigen sich mit dem aktuellen Erscheinungsbild eines Menschen. Aber jenseits des Berufs ist die Frage erlaubt, wie es dazu kam, dass man aufeinander traf. Die Antworten können weh tun und einen sogar an dem zweifeln lassen, was man da jeden Tag im Dienst tut. Mal seitens von mir formuliert: „Die meisten Menschen versuchen einfach nur irgendwie durch zu kommen. Dann kommen noch die hinzu, denen beim Anblick des sie umgebenden Wahnsinn die Birne weich geworden ist. Es lohnt sich, mal ein bis zwei Gedanken daran zu verschwenden, wer diesen Irrsinn produziert.“ Außerdem entsteht beim täglichen Kontakt mit dem „Anderen“ ein Zerrbild. Sinnvoller kann es sein, dieses „Andere“ als Spiegel zur Definition dessen benutzen, was man selbst nicht sein will. Auf die Vorstellungskraft, was einem Menschen widerfahren ist, dass er so ist, wie er ist, setze ich bei einem Polizisten große Stücke. Gleiches gilt für Soldaten. Denn beide Berufsgruppen wissen mit den Begriffen Angst, Gewalt, Trauma, Verrohung, Hass, Rache, Ablehnung, aus eigenem Erleben eine Menge anzufangen.

Fazit:

Am Ende entsteht eine Gemengelage, die mich zornig zurück lässt. Da habe ich diejenigen, welche zwar einen von Menschen hervorgerufenen Klimawandel bejahen, aber nicht die Konsequenzen daraus ziehen. Dies tun sie in einer Einsatzlage, die sich brisanter entwickelt, als es sich alle bisher vorstellten. Mit der Werbung wird mir signalisiert, dass ein Umdenken in keiner Weise erwünscht ist. Ein Merz, dessen Brötchengeber an jeder Krise der Menschheit Milliarden verdient, erzählt rührselig etwas von seinen Kindern und Enkeln. Ich glaub ihm nebenbei kein Wort … damit soll nur ein kalkuliertes menschliches Antlitz für die nächste Wahl erzeugt werden. Dann wären da die Liberalen, die ein stetes Wirtschaftswachstum, ergo einen der ursächlichen Faktoren, als Lösung verkaufen wollen. Auf der anderen Seite habe ich die, welche von diesem Verhalten kommende gesellschaftliche katastrophale Zustände ableiten und sich darauf vorbereiten, wie man es ihnen beigebracht hat.

Ja, Herr Merz, auch ich habe Töchter. Lieber sähe ich sie in einer an Luxus und modernen Schnickschnack beraubten Welt, denn in einer dystopischen Situation, in der die verfassungsabtrünnigen ehemaligen Kollegen die Oberhand gewinnen. Sie und „Freunde“ befeuern den Narzissmus der westlich industrialisierten Staaten. Letztlich bedingen sich die AfD und die anderen Parteien. Entfernt man mal den ganzen schönen Schein und glitzernden Sprachschmuck, hat man vielleicht nicht das Gleiche aber unter Umständen ein selbiges Bild, wenigstens sich gegenseitig zuarbeitende Zweige. Sie Herr Merz favorisieren, wie sie mehrfach bewiesen haben, die Public Relation Arbeit in der Gesellschaft (siehe u.a. Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft & Kampagne der INSM und des RWI gegen die Förderung des Ökostroms)

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

Edward Bernays, Propaganda, 1928

Sie, Herr Merz, sind einer dieser Männer, welche im Hintergrund die Fäden ziehen. Das müssen sie eines Tages ihren Kindern und Enkeln gegenüber vertreten.

Ich wiederhole mich im BLOG. Für mich geht es nicht um links oder rechts. Es geht um Haltungen, Denkmuster und ethische Erwägungen. Eine ganze Menge Menschen sind mittlerweile bereit, „Weniger“ als ein „Mehr“ zu betrachten. Für mich verhält es sich, wie auf der Autobahn.

Es kommt Nebel auf und die Vernünftigen ziehen rechts herüber und drosseln die Geschwindigkeit. Auf der linken Spur rasen nur noch die furchtbar wichtigen Geschäftsleute, die mit dem geringen Selbstwertgefühl, welches sie durch ein dickes Auto kompensieren müssen und die hormongesteuerten Youngster. Aber alle sterben zusammen in der Massenkarambolage. Ihre Jungs fahren auf der Überholspur und meine bei diesem Bild ausnahmsweise mal rechtsseitig im Kleinwagen. Und dann haben wir noch die, welche sich einen Panzer zulegen. Sollen doch alle sterben, ich überlebe in dem Ding.

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